Atemtherapie

Was möchte man erreichen mit Atemübungen?

  • Besser trainierte und effizientere Atemmuskulatur
  • Ein grösseres Lungenvolumen pro Atemzug
  • Gewährleisten, dass die Lunge optimal arbeitet und somit der Körper mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird
  • Lungenentzündungen vorbeugen
  • Bei Atemnot Entlastung bieten
  • Die Atmung beruhigen und Stress abbauen
  • Linderung bei Atemwegserkrankungen wie unter anderem Covid-19 schaffen
Atemtherapie bei der Physio-Station in Dietikon

Wie können diese Ziele erreicht werden?

  • Mit Wahrnehmungsübungen lernt der Patient zu spüren, wie und wo man atmet und wie man dadurch auch Einfluss auf die Atmung nehmen kann.
  • Atemtherapie hat zum Ziel, das Lungenvolumen zu erhöhen und die Lunge optimal zu belüften. Dadurch werden alle Körperbereiche (Organe, Muskeln, Haut etc.) mit mehr Sauerstoff versorgt, was die Regeneration und Heilung verbessert.
  • Mobilisationsübungen der Wirbelsäule und des Brustkorbs gehören ebenfalls zur Atemtherapie, denn je beweglicher der Brustkorb ist, desto besser kann die Lunge arbeiten.
  • Mit individuell angepasster Trainingstherapie wird die Atemhilfsmuskulatur gestärkt, damit die Atmung, vor allem bei Belastungen, noch effektiver wird.
  • Spezifische Atemtechniken und Körperpositionen helfen, die Atmung zu unterstützen und können bei Atemnot Erleichterung bieten.

Folgende Atemtherapie- Übungen können Sie selbständig anwenden:

Bewusste tiefe Ein- und Ausatmung im Liegen, Sitzen oder Stehen

So gehts: Legen Sie eine Hand auf Ihren Bauch und die andere auf Ihren Brustkorb. Atmen Sie nun bewusst durch die Nase ein, zuerst in den Bauch und danach in den Brustkorb. Dadurch hebt sich zunächst die Bauchdecke und danach der Brustkorb an. Beim Ausatmen lassen Sie ganz entspannt die Luft durch die Nase ausströmen. Der Brustkorb und die Bauchdecke senken sich wieder. Dann warten Sie einen Moment, bis der Körper den Impuls gibt, wieder einzuatmen. Diese Übung wiederholen Sie 5-mal, am besten mehrmals täglich.

Unterstützung bei Atemnot oder Kurzatmigkeit mit der Lippenbremse und dem Kutschersitz

Lippenbremse:

So gehts: Beim Ausatmen lassen Sie die Luft durch einen kleinen Spalt der leicht aufeinander gepressten Lippen entweichen. Durch diesen kleinen Widerstand beruhigt sich die Atmung. Diese Atemtechnik können Sie im Speziellen bei allen anstrengenden Tätigkeiten anwenden, zum Beispiel beim Treppensteigen.

Kutschersitz:

So gehts: Stützen Sie sich im Sitzen mit den Ellbogen auf den Oberschenkeln ab, der Oberkörper ist dabei leicht vorgeneigt. Auch diese Position erleichtert das Atmen bei Atemnot oder Kurzatmigkeit und kann mit der Lippenbremse kombiniert werden.

Viele weitere Übungen und Anleitungen aus der Atemtherapie stellen wir Ihnen gerne bei uns während der Physiotherapie in Dietikon vor.